Schnüffler bei Facebook aussperren

Datenschutz bei Facebook – Privatsphäre bei Facebook: Was erst einmal nach krassem Widerspruch klingt – Facebook ist ja schließlich dafür geschaffen worden, Persönliches mit der Welt zu teilen – ist auf den zweiten Blick gar nicht widersprüchlich. Denn es gilt sehr wohl zu unterscheiden, mit wem man seine Fotos, Erlebnisse oder Kommentare teilt.

Facebook selbst hat naturgemäß großes Interesse daran, dass seine Nutzer möglichst viel Inhalt mit möglichst wenig Beschränkung ins Soziale Netzwerk stellen. Denn nur so kann der Betreiber des mit weitem Abstand größten Sozialen Netzwerks der Welt Geld verdienen. Konsequenterweise sind daher ab Werk die zum Schutz der Privatsphäre und der eigenen Daten relevanten Kontrollmechanismen ein wenig lax eingestellt. Zeit also, aus der Datenschleuder einen halbwegs beherrschbaren Ort zum Teilen von Persönlichem zu machen. Wir erklären in diesem Blogbeitrag und den folgenden, welche Einstellungen Facebook-Nutzer am besten vornehmen sollten, um ihre Daten zu schützen.

Der erste Klick sollte der Schaltfläche mit dem kleinen Vorhängeschloss oben rechts in der blauen Leiste dienen: es erscheinen die Privatsphäre-Verknüpfungen. Während die Optionen „Wer kann mich kontaktieren?“ und „Wie verhindere ich, dass mich jmd belästigt“ dazu dienen, lästige Zeitgenossen fern und das Postfach frei von Spam zu halten, kümmert sich der erste Eintrag „Wer kann meine Inhalte sehen“ um etwas Wichtigeres.

Denn hier wird festgelegt, wer auf die eigenen Inhalte zugreifen kann. Facebook gruppiert die möglichen Zuschauer. Diese sich leider hin und wieder ändernden Gruppen finden sich auch an anderer Stelle wieder, so dass wir ihre grundsätzliche Bedeutung hier erläutern wollen:

-       Öffentlich: Jeder Webnutzer – oder auch „Das Internet“ genannt – kann sehen, was man so bei Facebook macht. Ganz egal, ob er selbst ein Facebook-Konto hat oder nicht.

-       Freunde ohne Bekannte: Facebook unterscheidet inzwischen den Grad der Freundschaft. In der Liste der Freunde kann durch Klick auf die Schaltfläche „Freunde“ nach „Enge Freunde“, „Freunde“ oder „Bekannte“ getrennt werden. Die Privatsphäre-Option „Freunde ohne Bekannte“ zeigt die Beiträge nur den Kontakten, die als „Freunde“ oder „Enge Freunde“ markiert wurden.

-       Nur ich: Mit dieser Einstellung gepostete Inhalte sind nur für den Kontoinhaber selbst sichtbar und erscheinen nur in den eigenen Neuigkeiten, aber nicht in den Neuigkeiten der Freunde. Wird aber ein anderer Facebooknutzer in einem solchen Beitrag markiert, kann er den Beitrag auch sehen.

-       Benutzerdefiniert: Mit Hilfe dieser Einstellung lassen sich einzelne Personen oder Gruppen (Freundeslisten wie beispielsweise „Sportverein“ oder „Familie“, die zuvor erstellt wurden) wählen. Diese dürfen dann Dinge sehen – oder eben nicht. Bei den benutzerdefinierten Einstellungen taucht auch noch die früher überall zu findende Einstellung „Freunde von Freunden“ auf. Damit sind die eigenen Facebook-Freunde und jeder einzelne von deren Freunden gemeint. Sehr wahrscheinlich erlaubt man damit also Wildfremden den Zugriff auf eigene Inhalte.

Unabhängig von Einstellmöglichkeiten, die Facebook bereitstellt: Den besten Schutz vor Schnüfflern bietet immer noch der gesunde Menschenverstand. Wer Dinge, die ihm später peinlich sein könnten, gar nicht erst ins Soziale Netzwerk pumpt, muss sich auch keine Sorgen darüber machen, dass durch technische Probleme plötzlich doch die Google Bildersuche auf die Jugendsünden stößt.