Last Minute Weihnachtseinkäufe ohne Schadsoftware und Betrügereien

Auch im digitalen Untergrund hat sich herumgesprochen, dass wir in der Vorweihnachtszeit besonders viel und besonders gern im Internet einkaufen. Ist ja auch praktisch, die Geschenke für die Lieben ganz ohne Stau, Schneematsch und Schlangestehen an der Kasse zu erledigen.

Das Problem dabei ist nur: Wo wir viel Geld ausgeben, wollen die Online-Kriminellen uns viel Geld klauen. Daher gilt es beim Shoppen im Netz auf einige Punkte besonders zu achten – natürlich das ganze Jahr über, nicht nur im Dezember:

  • Verschlüsselung: Nur wenn ein Onlineshop die Verbindung mit SSL (Secure Socket Layer) sichert, bekommt er unsere Bank- oder Kreditkartendaten. Zu erkennen ist SSL am https:// vor der Webadresse und dem kleinen Symbol mit dem Vorhängeschloss. Letzteres ist je nach Browser an unterschiedlicher Stelle zu finden (in der Adresszeile, neben der Zeile oder unten in der Statusleiste).
  • Nur mit Vorsicht beim Öffnen von E-Mails: Wer auf ein bestelltes Geschenk wartet, klickt eventuell besonders eilfertig auf E-Mails, die vermeintlich von einem Versandunternehmen stammen. In unserem englischsprachigen Blog beschreiben wir, wie ein Betrugsversuch mit einer gefälschten FedEx-E-Mail im Detail aussieht.
  • Nur bei vertrauenswürdigen Händlern: Wenn einem ein Web-Shop bisher unbekannt war, sollten vor dem Kauf besser erst einmal einige Informationen über den Ruf und Erfahrungswerte anderer Käufer eingeholt werden. Eine simple Web-Suche nach dem Wort „Erfahrung“ gepaart mit dem Namen des Webshops sollte alle gewünschten Details liefern.
  • Soweit der Shop nicht bereits von vorherigen Einkäufen bekannt ist, sollte beim ersten Einkauf besser nicht per Vorkasse oder Bankeinzug bezahlt werden. Mehr Sicherheit bietet der Einkauf per Kreditkarte oder mittels des elektronischen Verfahrens von PayPal. Der Vorteil von PayPal: Der Verkäufer ist PayPal bekannt und bekommt keinerlei Konto- oder Kartendaten des Kunden übermittelt.
  • Nur mit Schutz: Kein Internetsurfer sollte mehr ohne Virenschutz im Netz unterwegs sein. Schon gar nicht dann, wenn er mit Kreditkarten- und Kontodaten hantiert. Zu schnell gelangen diese Informationen in die Fänge von Kriminellen, wenn der PC mit einer Schadsoftware infiziert ist.

Übrigens: Avira hat kürzlich die Ergebnisse einer Umfrage zum Thema „Einkaufen im Netz“ veröffentlicht. Eines der Resultate: Internetnutzer sind mittlerweile sehr gut aufgeklärt und sind sich des Risikos des Online-Betrugs bewusst. Während für über ein Drittel der Befragten beim Einkaufsbummel im Netz vor allem ein sicheres Zahlungssystem ausschlaggebend ist, vertrauen gut 22 Prozent nur auf beliebte Seiten wie Amazon oder iTunes. Jedoch gaben lediglich 12 Prozent der Teilnehmer an, aus Unsicherheit gar keine Online-Einkäufe zu tätigen. Generell gilt, wer auf der Hut ist, tappt weniger leicht in Fallen.

In diesem Sinne: Frohes (Last Minute) Online-Shopping allerseits und ein frohes Fest.