Software-Updates – Geißel der Anwender oder unverzichtbare Hilfe?

Kein Nutzer von PC, Mac oder Smartphone bleibt von ihnen verschont: Neue (Sicherheits)Updates für eine Anwendung oder das Betriebssystem. Nur allzu oft gehen diese Updates mit einem Neustart des ganzen Rechners einher. Grund genug für viele Anwender, das Update gleich ganz zu verschieben – und dann leider regelmäßig zu vergessen.

Ein solches Verhalten ist gefährlich. Denn die „Softwareflicken“ schließen Lücken in den Systemen. Lücken, die von Cyber-Kriminellen zur Infektion der PCs missbraucht werden können. Oftmals vergehen lediglich wenige Stunden, bis nach Bekanntwerden einer Schwachstelle bereits großflächige Angriffe im Netz zu beobachten sind. Angriffe, die auch von an sich legitimen Webseiten ausgehen. Es genügt, diese (zuvor ebenfalls infizierten) Seiten im Browser aufzurufen, um seinen eigenen PC mit Schadsoftware zu verseuchen. Dabei erscheint keine Aufforderung, etwas herunterzuladen oder zu installieren. Alles passiert unsichtbar und ohne Zutun des Anwenders.

Schutz hiervor bietet zum einen natürlich eine – ebenfalls ständig zu aktualisierende – Antiviren-Software. Zum anderen müssen alle auf dem Rechner installierten Applikationen stets auf neuestem Stand sein. Im besten Fall erledigt die Anwendung dies selbst. Beispiele hierfür sind die Browser Google Chrome oder Internet Explorer 10. Komfortabel sind auch automatische Updatedienste, wie sie Windows oder Mozilla Firefox mitbringen.

Übrigens: Windows Update versorgt ab sofort auch die weitverbreitete Multimedia-Software Adobe Flash mit „Flicken“. Im Rahmen der monatlichen Sicherheitsupdates liefert Microsoft bei Bedarf auch Patches für Flash. Wer Windows Update bisher nicht verwendet hat: Spätestens durch das Versorgen von Flash ist der Windows-eigene Updatemechanismus quasi unverzichtbar geworden. Denn Flash war in der Vergangenheit eines der beliebtesten Sprungbretter von Online-Kriminellen zur Infektion von PCs.

Kümmert sich eine Anwendung nicht selbständig darum, den Anwender sofort auf eventuelle Updates hinzuweisen, gibt es eine komfortable Lösung: Das für Privatnutzer kostenlose, auch auf Deutsch erhältliche Secunia PSI (www.secunia.com/psi) überwacht alle auf dem Windows-PC eingerichteten Programme und prüft laufend, ob es unter Umständen ein Update gibt. Falls dem so ist, installiert PSI auf Wunsch alles Notwendige automatisch.

Ganz egal, ob Secunia PSI zum Einsatz kommt, oder ein Programm von sich aus auf ein Update hinweist: Ihr solltet keine Zeit bei der Installation oder dem unbestritten lästigen Neustart verlieren – dieser ist notwendig, damit die Aktualisierungen wirksam werden. Auch wenn die Unterbrechung nervt, die Patches sind unverzichtbare Hilfen beim Kampf gegen Online-Kriminelle.

Mehrere Details findet ihr hier (EN).